Ziele

   Namibia hat als weltweit erstes Land den Umweltschutz zum Verfassungsziel erklĂ€rt und in mehrere Studien die Absicht festgeschrieben, Natur- und Artenschutz mit Tourismus so zu verknĂŒpfen, daß im Idealfall Einnahmen im Tourismus anteilsmĂ€ĂŸig auch dem Naturschutz zugute kommen.

   ErklĂ€rtes Ziel der Regierung ist es, einen qualitativ hochwertigen Tourismus bei gleichzeitiger Überwachung und Begrenzung der Touristenzahlen zu fördern. Dabei soll ein grĂ¶ĂŸtmögliches Maß an Beteiligung der lokalen Bevölkerung an der Entwicklung des touristischen Sektors durch Schaffung von Ausbildungs- und ArbeitsplĂ€tzen erreicht werden. 

   DarĂŒber hinaus entspricht die Errichtung von privat gefĂŒhrten Nashornschutzgebieten den neuesten Erkenntnissen des internationalen Artenschutzes und steht im Einklang mit einer bereits 1991 von der EuropĂ€ischen Gemeinschaft verabschiedeten Entschließung, in der die Errichtung solcher Schutzgebiete als besonders förderungswĂŒrdig anerkannt wird. 

   Mit der GrĂŒndung der ERCA Foundation haben wir ein derartiges Wildschutzgebiet proklamiert, das auf der Grundlage von wissenschaftlicher Forschung entwickelt wird, Ausbildungs- und ArbeitsplĂ€tze fĂŒr Namibianer schaffen und von Einnahmen aus sanftem Tourismus profitieren soll.  

   Die an der SĂŒdwestgrenze des Etosha Nationalparks gelegene Farm Moesamoeroep bildet in Phase I das KernstĂŒck dieses Schutzgebietes. Bis zum Erwerb im Jahr 1999 wurde die Farm als Rinderfarm kommerziell genutzt und erheblich heruntergewirtschaftet. Konflikte zwischen den in dieser Region ansĂ€ssigen Farmern und aus dem Nationalpark ausgebrochenen Wildtieren waren an der Tagesordnung. Die Wildtiere haben dabei fast immer verloren. 

   Das zu Ă€ndern hat sich das ERCA-Projekt auf die Fahne geschrieben, und die Rinderfarm wurde gekauft, um das Land der Natur zurĂŒckzugeben. Zwar sollen alle ehemals dort vorgekommenen Lebensformen wieder ein Refugium bei uns finden können, insbesondere aber wollen wir uns dem Schutz der besonders vom Aussterben bedrohten Nashörner widmen.